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Verrückt nach Eishockey
Wilhelm Gastel im Porträt: Vorsitzender der Balinger „Eisbären“ setzt auf Jugendarbeit
Balingen, 28.01.2012 von Klaus Irion
Die Balinger „Eisbären“ schwimmen derzeit auf einer Eishockey-Erfolgswelle. Auch die Jugendarbeit floriert. Ein Vater des Erfolgs ist der Vorsitzende des Vereins, Wilhelm „Willi“ Gastl.
Die Geschichte des Balinger Eishockeys reicht zurück bis ins Jahr 1977. Es gab Höhen, es gab Tiefen, Willi Gastel hat beides erlebt. Zum Teil aktiv vor Ort, zum Teil passiv aus der Ferne. Man kann den 49-jährigen gebürtigen Ostdorfer ohne Zweifel als „Mann der ersten Stunde“ bezeichnen.
Ein Mathematik-Dozent aus Tübingen und einige Studenten waren einst auf der Suche nach einer geeigneten Möglichkeit, ihrem Faible für Eishockey nachzukommen. Zunächst in Plattenhardt wechselten sie in den siebziger Jahren nach Balingen. Die beiden Jugendlichen Wilhelm Gastel und Dietmar Gogoll fanden Gefallen an der Sache und stießen zum Team. Fast folgerichtig gehörten sie dann auch zu den Gründungsmitgliedern des ESV Balingen. Doch wie heißt es so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Der heutige Nachfolgeverein des Nachfolgevereins des einstigen ESV Balingen heißt Eisbären Balingen. Gastel ist Vorsitzender, Gogoll sein Stellvertreter.
„Im Unterschied zu früheren Jahren setzen wir nun voll auf die Jugendarbeit.“ Denn ohne sie sei ein langfristiger Spielbetrieb der aktiven Mannschaft der „Eisbären“ nicht denkbar. Gastel weiß, wovon er spricht, hat in Sachen Eishockey in den vergangenen drei Jahrzehnten viel erlebt. „Ich war bei acht verschiedenen Eishockeyclubs überall in der Bundesrepublik aktiv – als Spieler, Trainer, Funktionär.“
Den Kontakt zu seinen Eishockey-Wurzeln hat der Vater eines elfjährigen Sohns – „er kommt ab und an mit ins Stadion, geht ansonsten aber voll in seinem Fußballclub auf“ – nie abreißen lassen. Auch nicht, als er in Mecklenburg-Vorpommern lebte und dort mit dem Team aus dem Ort Klink zweimal im Landespokalfinale stand. Später dann lebte der ausgebildete Gerber und Ledertechniker, der „nach dem Niedergang der Branche“ auf Betriebswirt Fachrichtung Versicherung umsattelte, auf der Ostalb. „Mit Eishockey war dort aber nicht viel los.“
Vor sechs Jahren dann die Rückkehr nach Balingen, genauer gesagt in seinen Heimatort Ostdorf. „Ich war nie ein Städter, auch wenn ich längere Zeit in größeren Städten gelebt habe.“ Stattdessen genießt der leidenschaftliche „Bücherverschlinger“ Spaziergänge in der freien Natur. Sofern es Beruf und das Eishockey zulassen. Schließlich müssen der „Eisbären“- Vorsitzende und das ganze Team aus Vorstand, Helfern und Eltern viel Zeit für das Hobby aufwenden. Sei es bei Fahrten zu Hallentrainings in Reutlingen, weil dort die Halle bereits früher im Winterhalbjahr öffnet, sei es zu den Fahrten zu Auswärtsspielen, die schon in der Landesliga bis nach Mannheim reichen.
Darüber hinaus gilt es für Gastel, stets auch zu schauen, dass die Anforderungen, die der Eishockeyverband an die Vereine stellt, in der doch schon etwas in die Jahre gekommenen Balinger Eishalle zumindest einigermaßen erfüllt werden können. Entmutigen lässt er sich davon aber nicht. Im Gegenteil: „Meine Freude über das, was wir mit den Eisbären schon jetzt auf die Beine gestellt haben, wächst ständig.“ Und wenn dieser Tage die nagelneue Anzeigentafel, die Sponsoren ermöglicht haben, erstmals aufleuchtet, dann ist für ihn wieder ein Schritt in die richtige Richtung getan. Gastel ist eben eines: Verrückt nach Eishockey.
(Quelle: http://zak.de/artikel/121694/Balingen-Verrueckt-nach-Eishockey)
Transferpolitik
Pünktlich zum Ende der Wechselfrist, präsentieren die Eisbären den Kader für die kommende Saison.
"Wir sind stolz einige gute Verstärkungen präsentieren zu können. Wir werden sicherlich eine bessere Mannschaft im Vergleich zu letztem Jahr sehen. Unser Hauptaugenmerk lag auf der Defensive. Die Spieler mussten natürlich auch zu unserem Konzept und zu 'Uns' passen.", erklärt Wilhelm Gastel, 1. Vorsitzender der Eisbären.
Die Eisbären können ebenso stolz darauf sein, dass der letztjährige Kader zusammen geblieben ist.
Allen voran haben Leistungsträger, wie Steinhauer und Böhm, schon früh ihre Zusage für eine zweite Saison in Balingen gegeben.
Schon während der letzten Saison war ein Neuzugang im Gespräch, der mit Dominik Schmidt jetzt an die Eyachstadt wechselt.
Dominik kommt aus der Juniorenbundesligamannschaft des ETC Crimmitschau und kann sowohl in der Verteidgung, als auch im Sturm spielen. "Dominik ist ein körperlich präsenter Spieler und hat einen fulminanten Schuss. Er wird mit seinem Können mit Sicherheit für Furore in unserer Liga sorgen", erklärt Willi Gastel.
Der nächste der sein "Okay" für die kommende Saison war Björn Maier. Björn hütete schon für den ESV Balingen (später Zollernalb) das Tor. Der 32-Jährige konnte die letzten 2 Jahre aus beruflichen Gründen nur sporadisch aufs Eis. Hielt sich aber anders fitt. "Björn ist ein echter Sportfanatiker. Er ist körperlich fitt und ich denke, während der Vorbereitung wird er seine Form finden", sagt Willi Gastel.
Maier ist ein Balinger Eigengewächs. War aber auch im Nachwuchs in Schwenningen und in Nürnberg aktiv, so wie in der Oberliga für Schweinfurth.
Der nächste im Bunde ist Daniel Hauser. Hauser ist gelernter Verteidiger, der dem Nachwuchs des SERC entstammt. Letztes Jahr betrieb er nur Inlinehockey. In der Saison 09/10 war er für den ESC Bad Liebenzell in der Regionalliga am Puck. Er soll die Verteidigung stärken und für ein kontrolliertes Aufbauspiel sorgen.
Arno Günter enstammt dem eigenen Nachwuchs und hat schon 2 Saisons bei den Aktiven mittrainiert. Letztes Jahr war er auf Grund seines Alters noch nicht spielberechtigt. Dieses Jahr plant ihn Coach Günter Schmidt aber mit ein, so dass er seine Erfahrungen sammeln kann und schon bald zu einer Stammkraft wird. Arno kann ebenfalls Sturm oder Verteidigung spielen.
Den Sturm wird mit Fabian Schaar ebenfalls ein Balinger Eigengewächs verstärken. Fabian ist 4 Jahre nur unregelmäßig auf dem Eis gewesen, da er seiner Karriere als Radfahrer erfolgreich nach ging. Verletzungsbedingt musste er aber damit aufhören und hat sich deshalb entschieden wieder den Schläger in die Hand zu nehmen. "Durch das gute Ausdauer und Krafttraining im Radsport ist Fabian wohl der fitteste in unseren Reihen. Wir hoffen, dass er das Spielverständnis und das System schnell lernt. Somit könnte er noch zu einer wichtigen Stütze im Team werden.", beschreibt Willi Gastel den Neuzugang.
Als letzten Transfer können die Eisbären Marco Kempter vermelden. Marco durchlief die gesamte Nachwuchsabteilung des SERC und ist Baujahr '89. Zuletzt stand Marco im Aufgebot der Fire Wings und des Profikaders der Wild Wings.
Wir heißen alle 'Neuen' in unseren Reihen herzlich Willkommen. Und hoffen, dass sie sich schnell in die Mannschaft und den Verein integrieren!
Wir bedanken uns ebenfalls bei denen, die uns verlassen werden.
Die meisten werden aus beruflichen Gründen kürzer treten und in unserem Hobbyteam aktiv bleiben, so dass sie weiterhin Bestandteil der Mannschaft und des Vereins sind. Dankeschön an Euch!
Ligentagung 2011
Vergangenen Samstag (09.07.11) fand die diesjährige Ligentagung in Stuttgart statt.
Die Landesliga Baden-Württemberg wird den Meister der Saison 2011/2012, wie im vergangenen Jahr, in einer 1,5-Fach Runde ausspielen.
Das heißt:
Die Eisbären spielen gegen jeden Gegner eine 1-Fach Runde mit Heim- und Auswärtsspiel. Dazu kommt gegen jede Mannschaft eine dritte Partie. Ob dieses dritte Spiel Zuhause oder Auswärts bestritten wird, entscheidet das Los.
Der Erstplatzierte steigt direkt in die Regionalliga Süd-West auf.
Die Eisbären messen sich in dieser Saison mit folgenden Mannschaften:
* TSG Reutlingen
* EKU Mannheim
* Stuttgart EC 1b
* ESG Esslingen
* FSV Schwenningen
* EC Pforzheim 2010 (neu)
* CfR Pforzheim (neu)
Der Spielplan wird nach der Termintagung (19.08.2011) veröffentlicht.
Eisbären zeigen selten Krallen
In ihrer Premierensaison in der Landesliga liefen die Spieler des EC Eisbären Balingen nicht nur der schwarzen Hartgummischeibe hinterher, sondern meist auch ihren Gegnern.Dennoch haben die Balinger Kufencracks das von der Vereinsführung ausgegebene Ziel erreicht. "Vor der Saison hatten wir ausgegeben, nicht Letzter werden zu wollen", schildert Vereinschef Wilhelm Gastel die Vorgabe der EC-Führung und ergänzt zufrieden: "Das ist uns gelungen."
Der Erfolg ist zwar überschaubar. Die Eisbären Balingen wurde nach vier Siegen aus 17 Spielen Sechster von sieben Teams. Doch Gastel überzeugten vielmehr die gezeigten Leistungen der Truppe, als die nackten Zahlen. "Die Mannschaft ist wächst", betont der Vorsitzende der Eisbären. Die Stärken, die er ausgemacht hat, nennt er gleich hinterher: "Neben dem enormen Mannschaftsgeist ist das technische Können absolut gegeben. Viele im Team haben in der Jugend eine gute Ausbildung durchlaufen und könnten angesichts ihrer technischen Fähigkeiten gut und gerne eine Liga höher spielen." Der Ex-Wild Wing Dennis Steinhauer, Andreas Juliano, der ehemalige Jugend-Nationalspieler Marco Böhm, der nach den Stationen Schwenninger ERC, Düsseldorfer EG Youngsters, Eisbären Juniors Berlin, Düsseldorfer EG 1b im Dezember 2010 vom NRW-Oberligisten Neusser EV in seine Heimat zurückgekehrt ist, und Kevin Rummel – Wilhelm Gastel nennt konkrete Namen. Doch warum haben sich die Fähigkeiten nicht in einem besseren Tabellenplatz niedergeschlagen? "Wir waren oft nicht clever genug", sagt der 48-Jährige und verweist auf die 2:10- Niederlage, die der EC Eisbären Balingen am 13. Spieltag gegen die ESG Esslingen einstecken musste. Eine Woche zuvor hatten die Eisbären den souveränen Meister ESC Hügelsheim noch am Rande einer Niederlage (5:7). "Dann herrschte eine große Euphorie. Und gegen Esslingen wurden wir prompt auf den Boden der Tatsachen zurück geholt", blickt der EC-Vorsitzende zurück.
Die Konstanz fehlte der revitalisierten Mannschaft, nachdem das Balinger Eishockey zuvor eine einjährige Pause eingelegt hatte, demnach ebenfalls. Dreimal verlangten die Eisbären Hügelsheim alles ab, dem gegenüber standen vermeidbare Niederlagen gegen den EC Stuttgart 1b, die TSG Reutlingen und sogar Schlusslicht EKU Mannheim (6:8).
Die Planungen für die kommende Saison laufen derweil. Während Trainer Günther Schmidt für eine weitere Spielzeit zugesagt hat, stehen die Eisbären in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, die, so Gastel "gemäß unserer Philosophie und finanziellen Möglichkeiten jung und entwicklungsfähig sein müssen." Die Ziele für die kommende Saison stehen: die Abschlussschwäche, besonders in Überzahl, ausmerzen und sich weniger Strafzeiten einhandeln.
(Quelle: schwarzwaelder-bote.de; 29.04.11)
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Nachwuchs schwingt in Baden die Schläger
Eine gute Jugendabteilung ist ein unverzichtbarer Unterbau für eine erfolgreiche Aktivenmannschaft. Dies haben auch die Macher des EC Eisbären Balingen erkannt, die nach der Insolvenz des ESV Zollernalb im März 2009 dem Jugend-Eishockey in Balingen kontinuierlich neues Leben eingehaucht haben. Der Vorsitzende des EC Balingen, Wilhelm Gastel, unterhielt sich mit unserer Zeitung über die Nachwuchsarbeit in seinem Verein.
Herr Gastel, wie viele Jugend-Teams stellen die Balinger Eisbären?
Wir haben eine Mannschaft. Und das nicht ohne Grund. 37 Kinder schnüren bei den Eisbären die Schlittschuhe. Das ist zwar eine erfreuliche Anzahl, würde aber nie reichen, um eine Mannschaft in einer Altersklasse in einer baden- württembergischen Nachwuchsliga zu stellen. Denn selbst im Jugend-Eishockey muss ein Team in der Lage sein, drei Blöcke à fünf Feldspieler zu stellen.
Wie hat der Verein darauf reagiert, dass es für die Jugendlichen keine Wettbewerbssituation gibt?
Wir nehmen ab der kommenden Saison mit einer gemischten Mannschaft am Spielbetrieb der badischen Nachwuchsliga, der BNL, teil. In dieser dürfen Spieler von drei, statt zwei aufeinander folgenden Jahrgängen in einer Mannschaft spielen. Die Mannschaft muss insgesamt drei Blöcke stellen können. Nach diesem Modus haben wir mit unseren Youngstern bereits an einem Turnier in Pforzheim teilgenommen, was uns in unserer Entscheidung nachhaltig bestätigt hat.
Wer ist bei den Eisbären für die Ausbildung der Nachwuchsspieler verantwortlich?
Mit Alex Huber haben wir in Balingen einen erfahrenen und qualifizierten Jugendtrainer in der Verantwortung stehen. Unsere Jugendabteilung bekommt oft auch wertvolle Tipps von unserem Aktiventrainer Günther Schmidt und von Josef Goc, die gemeinsam die Auswahlmannschaften des baden-württembergischen Eishockeyverbands trainieren. Beide haben auch schon das Training unserer Jugendlichen geleitet. Es ist uns wichtig, die Nachwuchsspieler in allen Fertigkeiten des Eishockeys zu schulen.
Trägt die Jugendarbeit bereits erkennbare Früchte?
Ja. Mit Arno Günther verstärkt in der kommenden Saison ein talentierter Verteidiger, der aus der eigenen Jugend kommt, unsere Aktivenmannschaft. Darüber sind wir überaus froh, schließlich haben wir im Landesligateam verhältnismäßig wenige Verteidiger. Auch in Zukunft wollen wir auf die eigenen Talente bauen.
Die Fragen stellte Patrick Mayer
(Quelle: schwarzwaelder-bote.de; 29.04.11)
Nachwuchs bei Stadtlauf erfolgreich!
Am Sonntag 07.08.2011 fand in Balingen der 2. Firmen- und Behördenlauf statt. Für die Eisbären gingen Tim Holocher, Eric Hänsel, Dennis Kollmann, Nico Gossler, Jan Föst, Joris Baumeister, Dennis Kollmann sowie Luca und Jonas Mai beim ‚Kidslauf A’ der Jahrgänge ab 2001 an den Start.
Die zu laufenden Strecke betrug 3 km, welche in 3 Runden absolviert wurden.
Die Anstrengungen der jungen Eisbären über die vergangenen Monate, im Sommertraining, haben sich schlussendlich ausgezahlt, denn Jan Föst kam mit einer Zeit von 12:01 min als erster im Ziel an.
Noch dazu stellten die Eisbären das zahlenmäßig stärkste Team im Nachwuchs mit 8 Läufern.
Im Hauptlauf der Erwachsenen starteten Dietmar Gogoll und Karin Ude für die Eisbären. Die Strecke betrug 6,8 km. Beide reihten sich jeweils im vorderen Mittelfeld ein.
Gratulation an alle teilnehmenden Läufer!
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